Jury 2017

Jury des V. Internationalen Giulio-Perotti-Gesangswettbewerbs
Ueckermünde, 20. Oktober 2017 - 26. Oktober 2017

 

  1. Die Entscheidung über die Ergebnisse des Wettbewerbs wird durch eine international besetzte Jury getroffen (renommierte Sänger und Professoren).
  2. Die Jury arbeitet nach einer internen Juryordnung, deren Einhaltung durch die Vorsitzende der Jury überwacht wird.
  3. Bei besonders hoher Teilnehmerzahl behält sich die Jury Kürzungen des Wettbewerbsprogramms vor. Nach den I. und II. Runden werden die Ergebnisse mit den Namen der zu den II. und III. Runden zugelassenen Kandidaten an der Regionalen Schule (Ueckerstraße 59) bekannt gegeben bzw. sind der Webseite des Wettbewerbs zu entnehmen.
  4. Nach der Finalrunde und nach der Beratung der Jury wird die Liste der Preisträger in der alphabetischen Reihenfolge bekannt gegeben.
  5. Die von der Jury getroffenen Entscheidungen sind unanfechtbar und unwiderruflich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  6. Bei der nicht Vergabe der Preise behält sich die Jury das Recht vor, die Preise umzubenennen.


Juryzusammensetzung

kalischewski2012Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka - Kalischewski absolvierte die Staatliche Spezialmusikschule des zweiten Grades" Felix Nowowiejski" in Stettin bei Prof. Andrzej Kwiczała im Fach Gesang. Sie ist Absolventin der Fakultät für Russistik und Angewandte Linguistik der Warschauer Universität (1996). Im Jahre 1997 hat Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka-Kalischewski die Hochschule für Musik "Frederik Chopin" in Warschau in der Klasse Sologesang von Prof. Urszula Trawińska-Moroz mit vorzüglich abgeschlossen. Ihre Promotion schloss sie 2002 an der Fakultät für Angewandte Sprachwissenschaft und die Slawische Philologie an der Warschauer Universität mit dem Titel "Doktor der humanistischen Wissenschaften" ab. 2012 hat sie ihre Promotion an der Vokalen Fakultät an der "Grażyna und Kiejstut Bacewicz" Hochschule für Musik in Łódź mit dem akademischen Grad "Doktor der Künste der Musik" im künstlerischen Bereich "Vokalistik" abgeschlossen und wurde 2016 an der Hochschule für Musik in Łódź habilitiert. Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka-Kalischewski war Meisterschülerin bei Prof. Ryszard Karczykowski, Maestra Maria Fołtyn und Prof. Bożena Betley. Die ersten Bühnenerfahrungen als Solistin hat sie sich bei mehreren Tourneen mit dem Polnischen Musiktheater aus Warschau angeeignet. Zu den Rollen, die sie in Opernhäusern oder in konzertanten Fassungen am häufigsten gesungen hat, gehören: I., II. und III. Dame in "Die Zauberflöte", Donna Elvira in der Oper "Don Giovanni", Gräfin Almaviva in "Die Hochzeit des Figaro" von W. A. Mozart, Rosalinde in J. Strauss' "Die Fledermaus", Gretel und Mutter in E. Humperdinck's "Hänsel und Gretel", Leonore in "Troubadour", Amelia in "Der Maskenball" von G. Verdi. Die Künstlerin konzertierte mit mehreren Orchestern, u. a. mit dem Orchester der Stettiner Philharmonie, dem Symphonieorchester der Hochschule für Musik in Warschau sowie mit dem Orchester der Budapester Staatsphilharmonie. Sie hat unter der Leitung von folgenden Dirigenten gesungen: Henryk Czyż, Prof. Ryszard Dudek, Andrzej Knapp, Wojciech Szaliński, Zbigniew Powolny, Bogdan Hoffmann, Prof. Eugeniusz Kus, Antal Barnas, Friedmar Bellmann, Włodzimierz Porczyński, Prof. Dariusz Dyczewski, Prof. Barbara Halec, Prof. Jacek Kraszewski u. a. Weitere Stationen ihrer künstlerischen Laufbahn waren Auftritte in polnischen Theatern, wie: Nationales Theater Warschau, Theater "Na Woli" in Warschau, Staatsoper Posen, Opera Nova Bydgoszcz sowie auf deutschen Musiktheaterbühnen, u. a. in Bremen, Hannover, Hamburg, Erlangen, Saarbrücken, Pforzheim, Wuppertal, Kiel, Münster, Mannheim, Regensburg, Dortmund, Hamm, Osnabrück, Schwedt, Lübeck und vielen anderen. In den Jahren 1997-2004 arbeitete Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka-Kalischewski als Solistin mit dem "Powszechny Theater" in Warschau zusammen. Im Spektakel "Maria Callas - Masterclass" von Terrence McNaily (mit Krystyna Janda und Cezary Zak) verkörperte sie die Rolle der Sofia de Palma, Callas' Schülerin. In dieser Zeit war sie auch als Solistin der Staatsphilharmonie in Warschau in ganz Polen zu hören. Die Künstlerin wurde zur Teilnahme an vielen anerkannten Musikfestivals eingeladen. Sie ist u. a. auf dem XXXVII Moniuszkofestival in Kudowa Zdrój, dem V. Opernfestival in Bydgoszcz, dem II. Operntreffen in Grudziądz, dem VII. und VIII. Friedensfestival in Jawor und dem Usedomer Musikfestival aufgetreten. Ihre aktive Konzerttätigkeit führte sie neben ständigen Auftritten in Polen, nach Deutschland, Dänemark, Schweiz, Italien, sowie nach Österreich (Konzerthaus Wien), Frankreich (Kathedrale Notre-Dame in Paris) und in die USA (Copernicus Center Chicago). Es gibt zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk und TV unter Mitwirkung von Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka-Kalischewski. Seit 2002 leitet sie an der Kreismusikschule Uecker - Randow in Ueckermünde die Gesangsklasse. In den Jahren 2004 und 2005 arbeitete sie als Gesangspädagogin mit dem Musikschulzweckverband "Kon.centus" in Neubrandenburg zusammen. Ihre Gesangsschüler gehören zu den Preisträgern nationaler und internationaler Wettbewerbe und sind Studenten der Vokalen Fakultäten an den Hochschulen für Musik in Berlin, in Rostock und in London. Seit 2010 ist Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka - Kalischewski künstlerische Leiterin des Internationalen Giulio-Perotti-Gesangswettbewerbs im Seebad Ueckermünde. Im Oktober 2013 wurde sie als Professorin für Gesang an die Universität der Künste Stettin berufen.

 

KorondiAnnaAnna Korondi wurde 1969 in Budapest geboren und studierte Gesang in ihrer Heimatstadt sowie in Wien (Margarete Bence, David Lutz). 1993 bestand sie ihr Diplom mit Auszeichnung und gewann drei Jahre später den Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Preise gewann sie auch bei weiteren Wettbewerben in Budapest, Aberdeen und Wien. Von 1989-1993 hatte sie ein studienbegleitendes Engagement im ORF-Chor Wien inne, war anschließend bis 1997 Ensemblemitglied an der Komischen Oper Berlin und bis 1999 an der Oper der Stadt Bonn. Gastengagements führten sie zu renommierten Festivals wie den Salzburger, Schwetzinger und Bayreuther Festspielen, den Budapester Wagnertagen und den Wiener Schubertwochen sowie u.a. an die Bayerische Staatsoper (Uhraufführung „Bernarda Albas Haus“ unter Zubin Mehta, „Arabella“), die Städtischen Bühnen Münster („Der Rosenkavalier“), das Konzerthaus Turku („Don Giovanni"), die Komische Oper Berlin (wichtigste Mozartrollen) und das Teatro di San Carlo in Neapel („Parsifal“). Neben ihrer umfangreichen Konzert- und Liedtätigkeit in Europa, Asien und Südamerika ist Anna Korondi regelmäßig zur Gast bei großen europäischen Orchestern (u.a. Chapelle Royal, Concentus Musicus Wien, Gewandhausorchester Leipzig, Rundfunkorchester des WDR und HR, Schwedisches  Radio-Sinfonieorchester). Sie arbeitete mit Regisseuren wie Christoph Schlingensief, Harry Kupfer, Christine Mielitz, Hans Neuenfels und Andreas Homoki sowie mit den Dirigenten Zubin Mehta, Pierre Boulez, Phillipe Herreweghe, Helmut Rilling, Nikolaus Harnoncourt, Adam Fischer, Peter Schneider und Herbert Blomstedt zusammen. Aufnahmen mit ihr erschienen z.B. bei den Labels Farao Classics (Brahms-Lieder, Mozart-Requiem, Matthäus- Passion), Hungaroton (Werke von Händel und Kodály), Capriccio (Werke von Mendelssohn und Spohr) und BIS Records AB („Floresta do Amazonas“ von Villa-Lobos). Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit wirkt Anna Korondi als Dozentin bei Meisterkursen. Von 2007-2014 hatte sie eine Dozentur an der Universität der Künste Berlin inne, ebenso seit 2010 an der Weimarer Hochschule für Musik. Zum Wintersemester 2013/14 wurde Anna Korondi als Professorin für Gesang an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin berufen.

 

f. meinel 1Friederike Meinel studierte zuerst in Berlin an der Hochschule der Künste bei Ingrid Figur und später bei Rudolf Piernay in Mannheim. 2002 machte sie ihr Konzertexamen. Sie war mehrere Jahre Meisterschülerin bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. Außerdem waren wichtige Lehrer für sie Ingrid Bjoner und Helmut Kretschmar. Meisterkurse bei Elisabeth Schwarzkopf und Ingrid Bjoner prägten die Sängerin darüber hinaus. Die Mezzosopranistin gewann internationale Wettbewerbe, wie z. B. den Paula-Lindberg-Salomon-Gesangswettbewerb oder den Yamaha - Gesangswettbewerb und stand unter anderem an der Bayerischen Staatsoper München, an der Semperoper Dresden, am Opernhaus Köln und beim Ravinia Festival in Chicago auf der Bühne. Ihr Wien-Debüt gab die Sängerin im Rahmen der Wiener Festwochen mit der Titelrolle in "Penthesilea - Ein Traum" unter der Leitung von Ulf Schirmer. Friederike Meinel arbeitete im Laufe ihrer bisherigen Operntätigkeit u. a. mit den Dirigenten Jun Märkl, Marc Albrecht, Peter Schneider und Jeffrey Tate zusammen. Sie konzertierte u. a. mit dem Tschechischen Philharmonischen Orchester, dem Berliner Sinfonieorchester, dem Bayerischen Staatsorchester, dem Gürzenich-Orchester Köln und der Baden-Badener Philharmonie und war Gast in der Berliner Philharmonie, dem Rudolfinum Prag, dem Cuvilliès-Theater München, dem Prinzregententheater München, dem Berliner Konzerthaus, dem großen Sendesaal des Westdeutschen Rundfunks in Köln, der Kammeroper Schloss Rheinsberg, beim Heidelberger Frühling und wirkte darüber hinaus in mehreren CD-Produktionen mit. Liederabende führten die Sängerin z. B. nach Köln, wo sie einen Abend innerhalb der Konzertreihe der Kölner Philharmonie und des WDR unter der künstlerischen Leitung von Dietrich Fischer-Dieskau "Franz Schubert - Die Lieder" gestaltete oder nach Chicago, wo sie im Rahmen des Ravinia-Festivals zu hören war. Seit 2008 ist sie Schirmherrin des Bundesprojektes "Kinder helfen Kindern - Musik schafft Zukunft" zugunsten der gemeinnützigen Kinderhilfsgesellschaft "Catania" (Hilfe für traumatisierte Opfer).

Marilyn ReesProf. Marilyn Rees schloss das Studium Bachelor of Music (Hons) am University College Cardiff  mit  Auszeichnung ab und setzte ihre Ausbildung am Royal College of Music (London) fort, wo sie zusätzlich im Opernkurs studierte. Noch als Studentin des Royal College of Music feierte sie ihr Debut an der Kent Opera im Rahmen des Aldeburgh Festivals. Zu den von ihr verkörperten Rollen zählen u.a. Susanna („Die Hochzeit des Figaro“ von W. A. Mozart), die Königin der Nacht („Die Zauberflöte“ von W. A. Mozart), Zerbinetta („Adriana auf Naxos“ von R. Strauss) und die des Bel Canto-Fachs. Darüber hinaus widmete sie sich intensiv dem Konzert- und Oratorienrepertoire. Eine rege Konzerttätigkeit führte sie u.a. nach Japan, USA, Deutschland und Italien. Außerdem stellte Marilyn Rees ihr Können in Fernseh– und Radioaufnahmen unter Beweis. Die Künstlerin war auf bedeutenden Bühnen wie der des Royal Opera House Covent Garden zu erleben und trat 10 Jahre lang im Rahmen der Bayreuther Festspiele auf. Aufgrund ihres besonderen Interesses an der Gesangpädagogik begann sie 1996 eine intensive Lehrtätigkeit u.a. in der Vokalabteilung des Royal Welsh College of Music & Drama in Cardiff. Heute ist Marilyn Rees eine gefeierte und begehrte Gesangspädagogin. Sie ist außerdem Professorin für Gesang an der Guildhall School of Music & Drama, unterrichtet an der Cardiff University und leitet die Gesangsabteilung an der „Junior Guildhall“. Weiterhin unterhält sie ein florierendes privates Lehrstudio in London, in dem sie junge und etablierte Künstler unterrichtet. Zahlreiche ihrer Schülerinnen und Schüler sind Preisträger bei nationalen und internationalen Gesangswettbewerben und arbeiten in den bedeutendsten Opernensembles. Die beliebte Gesangspädagogin ist häufig als Jurorin, Prüferin und Vocal Consultant tätig. Sie veranstaltet regelmäßig Workshops in London.

 

Janet Williams Color PortraitSoprano Janet Williams ist gebürtige Amerikanerin und lebt seit 1992 in Berlin. Sie erhielt die Bachelor of Music Degrees in Gesang und Schulmusik der Michigan State University in East Lansing. Danach studierte sie Gesang bei Professor Camilla Williams und absolvierte ihren Master of Music Degree an der Indiana University in Bloomington. Ihre Gesangskarriere began an der San Francisco Opera, wo sie von 1987 bis 1991 Mitglied des Merola Opera- und des Adler Fellowship Programms war. Sie erhielt den Merola Advanced Training Award und ein Stupendium für Gesangsunterricht bei Regine Crespin in Paris, Frankreich. Seit über 20 Jahren arbeitet Janet Williams auf den internationalen Opern- und Konzertbühnen mit Dirigenten, wie u. a. Daniel Barenboim, Sir Peter Davis, Peter Eotvös, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Marek Janowski, Neeme Järvi, Fabio Luisi, Sir Neville Marriner, Nicolas McGegan, Zubin Mehta, Kent Nagano, Donald Runnicles, Michael Tilson Thomas, Sebastian Weigle, Simone Young und Lothar Zagrossek. Von 1992-1997 war sie Ensemblemitglied der Deutschen Staatsoper Berlin. Sie gastierte nebenher u. a. an der Metropolitan Opera New York, der San Francisco Opera, der Washington Opera, in Paris an der Opéra Bastille, Opéra Garnier und dem Théatre de Champs-Elysées, der Opéra de Lyon, Opéra de Nice, Grand Théatre de Genève, darüber hinaus in Frankfurt, Köln, Leipzig, Mannheim, Amsterdam, Antwerpen und Brüssel in Hauptrollen des Lyrischen Koloratur Fachs von Komponisten des Barocks bis zur Moderne. Als Konzert- und Oratoriensängerin wirkte sie u. a. mit Orchestern in Berlin, Frankfurt, Köln, Leipzig, Dresden, München, Chicago, New York, Los Angeles, San Francisco, Tokio, Tel-Aviv, Rom, Palermo, Monte Carlo, Liverpool und Santiago de Compostello. Sie trat in verschiedenen Festivals auf, z. B.: Mostly Mozart Festival New York, bei den Berliner Festtagen, den Händel Festspielen Halle, dem Spoleto Festival Italien, den Festwochen der Alten Musik Innsbruk und in Montreux; Schwetzingen; Avignon; Wexford, Irland und Santa Fe, New Mexico. Sie gab Liederabende in Berlin, Paris, Tokyo, Isafjordur, Iceland; New York, San Francisco, Detroit, Washington D.C. und Carmel, California. Die CD bei Harmonia Mundi France von Grauns Cleopatra e Cesare, in der Janet Williams die Titelpartie sang erhielt den Grand Prix de Disc. Weitere CDs sind: Händels Messiah (Harmonia Mundi) mit Nicholas McGegan und dem Philharmonia Baroque Orchestra, Brahms Ein deutsches Requiem (Erato) mit Daniel Barenboim und der Chicago Symphony Orchestra und Cimarosas Il matrimonio segreto (Arts) mit Gabrielle Bellini. Darüber hinaus hatte sie verschiedene Fernsehauftritte, u. a.: The Kennedy Center Honors für CBS, San Francisco Opera Gala für PBS Great Performances Series, bei dem mit dem "Oscar" ausgezeichnetem Dokumentarfilm "In the Shadow of the Stars" als Musetta in La Bohème und dem Dokumentarfilm L'opera seria für Arte. Weiterhin machte sie Aufnahmen für verschiedene Rundfunkanstalten in Berlin, Frankfurt, Köln, Leipzig und München. Im Oktober 2011 übernahm Janet Williams eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Seit 2009 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und arbeitet als Dozentin an der Lotte Lehmann Sommer Akademie in Perlenberg. Daneben gibt sie Meisterkurse an verschiedene Universitäten und Musikschulen sowie für Young Artist Programme z. B. im London, Paris, Island und den USA. In 2006 schrieb sie das Buch Nail Your Next Audition, the Ultimate 30-Day Countdown for Singers. Das Buch ist in 2007 unter dem Titel Erfolgreich Vorsingen! Der 30-Tage Countdown zum Abheben erschienen.

 

DiegoCrovettiMaestroDer Pianist und Dirigent Diego Crovetti wurde in Mailand (Italien) geboren. Nach dem Abschluß des Studiums im Fach Klavier Solo in München und  an  der Hochschule für Musik „Giuseppe Verdi“ in Mailand sowie  nach dem Studium der Musikwissenschaft und Literatur studierte er zusätzlich das Fach „Operndirigat“. Als Pianist nahm er an zahlreichen Vokalkonzerten und anderen Auftritten in ganz Italien, in anderen europäischen Ländern, wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweiz und Spanien sowie in Asien (China, Korea, Japan) teil. Er begleitete Sänger wie Barbara Frittoli, Katja Ricciarelli, Jose' Cura, Giuseppe Giacomini, Giacomo Aragall, Salvatore Licitra und viele andere. In den Jahren 1997-2001 war er als Opernkorrepetitor an der Oper Graz (Österreich) tätig. Gleichzeitig war Diego Crovetti  Assistent folgender Dirigenten wie Ulf Schirmer, Günter Neuhold, Anton Guadagno und von Maestro Riccardo Chailly beim Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi. Diego Crovetti hat mit dem Tokyo National Theatre, Teatro Sociale in Como und mit dem Teatro alla Scala („West Side Story“) zusammengearbeitet. Regelmäßig wird er als Dozent  für Operninterpretation für  Sänger und Orchester sowie für das Chordirigat im Rahmen der „Donizetti Academia“ in Masate (Mailand) engagiert. Er gibt Meisterkurse in Italien, Österreich, Japan, China und Korea. Als Juror und Pianist wird er zur Teilnahme an zahlreichen Gesangswettbewerben, wie "Aslico" in Como, "Tagliavini" in Deutschlandsberg (Österreich), "Viotti" in Vercelli, "Zandonai" (auf der Expo 2010 in Schanghai), "Bellini" in Caltanissetta eingeladen. Sein Debüt als Dirigent hatte er mit dem Philharmonia Mediterranea Orchestra im Rahmen des I. Opernfestivals Calabria  in Cosenza (Italien). In den Jahren 2002 bis 2006 leitete er während zahlreicher Tourneen Vokalkonzerte in der Schweiz, Deutschland, Österreich in den bedeutenden Konzerthäusern in Frankfurt (Alte Oper), München (Herkulessaal), Zürich (Tonhalle). Diego Crovetti  debütierte 2002 mit der Oper von Verdi "Aida" in der Heidelberg Arena. Es folgten Opernaufführungen in Italien, Deutschland, Österreich, Belgien mit “Aida", "Nabucco", "La Traviata", "Die Zauberflöte", "Czardasfürstin". Er dirigierte 2004 "Tosca" im Busan Opera House (Korea) mit dem Orchester der Philharmonie Seoul. Im Jahre 2006 debütierte Diego Crovetti mit der Oper "Pagliacci" und mit der Oper "Lucia di Lammermoor" im Grand Opera Theatre in Wichita, Kansas (USA). Im gleichen Jahr dirigierte er "Tosca" in Como sowie "Carmen" in Mailand. Unter seiner Leitung wurden 2007 in Spanien (Madrid, Zaragoza, Toledo) „Macbeth" von Verdi sowie "Il Barbiere di Siviglia" in Latina und "Aida" auf dem Opernfestival Avenches aufgeführt. In den Jahren 2008 bis 2011 dirigierte er "Tosca" und "Aida" auf dem Opernfestival Cheliabinsk (Russland), "Carmen" sowie "La Traviata" im Busan Opera House, "Cavalleria Rusticana", "Il Barbiere di Siviglia", "L‘elisir d’amore", "Rigoletto" in Mailand und Sizilien, wieder "La Traviata" im Daegu Opera House (live über MBC TV übertragen) sowie im Seoul Arts Center (Korea), in dem der Maestro nächstes Jahr wieder auftreten wird. Es folgen weitere Opernaufführungen unter seiner Mitwirkung, wie z. B. "Il Trovatore" im Auditorium Rho bei Mailand und ein Debüt mit dem Orchestra Sinfonica Siciliana in Teatro Politeama in Palermo im Dezember 2011. Im Jahre 2009 wurde eine CD mit der Oper "Cavalleria Rusticana" von Pietro Mascagni mit dem Italienischen Philharmonie Orchester unter der Leitung von Diego Crovetti aufgenommen.

 

Ulrich MessthalerUlrich Messthaler studierte zuerst Klavier und Philosophie in München, anschliessend Gesang in Augsburg, New York und Basel. Zu seinen Lehrern zählten Emmy Lisken, Kurt Widmer, Denis Hall, Thomas LoMonaco und Gérard Souzay. Ulrich Messthaler debütierte in Basel mit Ann-Sophie von Otter und Paul Frey in „Ariadne auf Naxos“, dem bald Produktionen wie „Idomeneo“ unter Armin Jordan, „Die lustigen Weiber von Windsor“, aber auch „Orontea“ von Cesti unter René Jacobs und „Orfeo“ unter Joshua Rifkin folgten. Er sang ebenfalls in Opernproduktionen in Brüssel, Monte Carlo, Hamburg und Stuttgart, wobei er so unterschiedliche Rollen wie den Caronte in „Orfeo“ und den Escamillo in Bizet`s „Carmen“ verkörperte. Ulrich Messthalers Konzerttätigkeit führt ihn zu wichtigen Musikzentren der Welt, wie z.B. Tonhalle Zürich, Musikverein Wien, Berliner Philharmonie, Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris oder Suntory Hall in Tokio. Er ist auch häufiger Gast bei den Festivals in Rastatt, Urach, Ambronay, Piccardie, Lyon, Paris, Beaune, Arles, Fribourg, Innsbruck, der namhaften Konzertreihe " St. Maurizio" in Mailand oder „Printemps des Arts“ in Monte-Carlo, wobei er mit Musikern wie Anthony Rooley, Louis Devos, Jordi Savall, Michael Radulescu und Martin Gester zusammenarbeiten konnte. Im Théatre Champs-Elysées in Paris sang er unter René Jacobs die Christus-Worte der Johannespassion von Bach in einem Konzert, welches von Radio France direkt europaweit am Karfreitag übertragen wurde. Ulrich Messthaler hat sich immer mehr mit Recitals einen Namen gemacht, bei denen er eine alte Tradition wieder aufleben lässt: der sich selbst, vorzugsweise am Hammerflügel begleitende Sänger. So trat er mit grossem Erfolg im Rahmen der „Schubertiade de Limoges“ zusammen mit Christoph Coin und dem Quattuor Mosaique, in Paris beim Festival de Royaumont und bei anderen Festivals in Deutschland, in der Schweiz, Frankreich, Polen oder Slovenien auf. Ulrich Messthalers CD - und DVD - Einspielungen mit über 30 Titeln erstrecken sich von Opern von Monteverdi und Händel über Oratorien von Buxtehude und Bach, Lieder von Schubert bis zu Werken von Ravel, wobei diese Aufnahmen häufig Auszeichnungen wie den Diapason d`Or, den Deutschen Schallplattenpreis, den Grammophon Award oder "Best record of the year" der New York Times bekamen. Seit über 30 Jahren wird Ulrich Messthaler nicht nur als Sänger, sondern auch als inspirierender Coach und Gesangslehrer weithin geschätzt. Ulrich Messthaler ist Professur an der Musikhochschule (Schola Cantorum Basiliensis) in Basel, wo er seit 1990 eine Gesangs- und Liedklasse leitet. Sein Anliegen dort ist es, einem internationalen Studentenkreis technisch fundiert neue musikalische und historisch begründete interpretatorische Perspektiven zu eröffnen. Seine Meisterkurse in Frankreich, Deutschland, England, Slovenien, Polen oder Brasilien werden wegen seiner musikalische Kompetenz, historischem Wissen verbunden mit sängerischer Körperarbeit sehr geschätzt. Er gibt ebenfalls regelmäßig Seminare und Meisterkurse an der Fondation Royaumont bei Paris und ist dort gleichzeitig bei Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit der Universität Sorbonne tätig. Ulrich Messthaler coacht in London Sänger und Gruppen wie Voces8, das sich zu einem der weltweit führenden Gesangsensemble entwickelt hat. In Seminaren, Publikationen, auf internationalen Kongressen und Symposien arbeitet er mit großer Begeisterung an einem Thema, das auch sein Singen beeinflusst: die Erforschung vergessener Aspekte der Gesangsästhetik und deren künstlerische Realisierung in der heutigen Zeit. Seit 2006 ist Ulrich Messthaler auch künsterischer Leiter des "Festival des Cordes Sensibles" in Südfrankreich.

 

zalewski wlodzimierzProf. Włodzimierz Zalewski – ein Opernsänger, der dem Großen Theater, der Staatsoper in Warschau und dem Großen Theater in  Łódź verbunden ist. Im Jahre 1976 hat er die Vokal-Darstellende Fakultät an der Hochschule für Musik in Łódź in der Klasse von Prof. Zdzisław Krzywicki abgeschlossen. Er ist Preisträger mehrerer Gesangswettbewerbe und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Sein Repertoire umfasst über 50 Hauptrollen, die er auf  polnischen und internationalen Bühnen präsentieren konnte, u.a. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Griechenland und in den Niederlanden. Zu den wichtigsten gehören Gurnemanz in Parsifal, die Titelrolle in Der Fliegende Holländer von Richard Wagner, Zaccaria in Nabucco, die Titelrolle in Attila, König Philipp II. und Der Großinquisitor in Don Carlos, Walter in Luiza Miller, Fiesco in Simone Boccanegra von Giuseppe Verdi, Scarpia in Tosca von Giacomo Puccini, Der Baron Ochs auf Lerchenau in Rosenkavalier von Richard Strauss, Don Pizarro in Fidelio von Ludwig van Beethoven, die Titelrolle in Boris Godunow von Modest Musorgski, Fürst Gremin in Eugen Onegin, Kotschubey in Mazeppa von Peter Tschaikowski, Mendoza in Die Verlobung im Kloster von Sergej Prokofjev, Kreon und ein Bote in Ödipus Rex von Igor Strawinski, Herzog Blaubart in Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók, die Titelrolle in Don Giovanni, Sarastro in Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart, van Bett in Zar und Zimmermann von Albert Lortzing, Zbigniew und Skołuba in Das Gespensterschloß sowie Stolnik in Halka von Stanisław Moniuszko. Prof. Włodzimierz Zalewski nahm an  polnischen und Welturaufführungen  folgender Werke teil: Draußen vor der Tür von Sandor Balassy, Kohlhaas von Karl Kogler (Aufnahme Audio und Video), Maria Stuart und Lord Jim von Romuald Twardowski, Ubu Rex von Krzysztof Penderecki, Wyrywacz serc von Elżbieta Sikora. Unter seiner Mitwirkung wurden zahlreiche CDs sowie TV- und Rundfunkaufnahmen aufgezeichnet. Im umfangreichen Repertoire des Künstlers befinden sich  Werke  geistlicher Musik: Georg Friedrich Händels Messias, von Johann Sebastian Bach Johannespassion, Mathäuspassion, Messe H-Moll, Weihnachtsoratorium, Osteroratorium, von Wolfgang Amadeus Mozart Requiem, von Gioachino Rossini Stabat Mater, Petite Messe Solennelle, von Giuseppe Verdi Messa da requiem, Antonín Dvořák Requiem, Stabat Mater, von Ludwig van Beethoven Missa solemnis und die IX. Sinfonie. Zu seinem Repertoire gehören auch die Liederkreise Schwanengesang von Franz Schubert, Dichterliebe von Robert Schumann, Vier ernste Gesänge von Johannes Brahms, Lieder und Tänze des Todes von Modest Musorgski, Drei Gedichte von Michaelangelo von Hugo Wolf sowie zahlreiche Lieder  polnischer und anderer Komponisten. Prof. Włodzimierz Zalewski hat mit  bekannten Dirigenten wie Zygmunt Latoszewski, Jerzy Katlewicz, Jerzy Semkow, Henryk Czyż, Antoni Wicherek, Bogusław Madey, Semion Byczkow, Manfred Mayrhofer, Antoni Wit zusammen gearbeitet und trat in den Aufführungen  folgender Regisseure Andrzej Żuławski, Marek Weiss-Grzesiński, Fritz Flieder, Pier Luigi Pizzi, Pier Luigi Pier'Alli, Gilbert Deflo, Christof Loy auf. Seit 1980 arbeitet er auch als Gesangspädagoge und wurde zum Professor berufen. Die Absolventen von Prof. Włodzimierz Zalewski gehören zu den Preisträgern bei polnischen und internationalen Gesangswettbewerben und singen auf den bedeutendsten Opernbühnen der Welt. Zu seinen berühmtesten Schülern gehören Mariusz Kwiecień, Daniel Borowski und Piotr Miciński. Der Künstler hält  Vorträge im Bereich Gesangspädagogik, gibt   Workshops für  junge Sänger (u.a. 2003 am Royal College of Music  Stockholm), ist Mitbegründer der Musikakademie Rheinsberg und wirkt als Juror bei verschiedenen Gesangswettbewerben mit. Bei zahlreichen Promotionen ist er als Doktorvater und Rezensent aufgetreten und war an  Berufungsverfahren verschiedener Dozenten und Professoren beteiligt. Außerdem war Prof. Włodzimierz Zalewski  Gutachter bei den Promotionsverfahren honoris causa der weltbekannten Sängerinnen Teresa Kubiak und Christa Ludwig. In den Jahren 2002-2005 übte er die Funktion des Leiters der Gesangsabteilung an der Hochschule für Musik in Warschau aus und in den Jahren 2002-2008 war Prof. Włodzimierz Zalewski Dekan der Vokal-Darstellenden Fakultät an der "G. und K. Bacewicz" Hochschule für Musik in Łódź.